Der Zugang zu sauberem Wasser wird weltweit zum Problem.

Obwohl die Erde zu 70 Prozent mit Wasser bedeckt ist, wird Wasser zunehmend zum knappen Gut.
Wasser hat dabei viele Facetten: Wasser ist Element, Naturgewalt und wesentlicher Bestandteil allen Lebens. Es ist für die Menschen unverzichtbar. Wasser dient uns als Nahrungsmittel, Wirtschaftsgut und Produktionsfaktor und wirkt sich damit stark auf die jeweiligen gesellschaftlichen Lebensbedingungen aus.
Nur drei Prozent des Wassers sind trinkbares Süßwasser, wovon wiederum nur knapp ein Drittel für die menschliche Nutzung verfügbar ist. Die restlichen zwei Drittel sind in Form von Gletscherwasser gespeichert.

Weltweit leben derzeit ca. 1,5 Mrd. Menschen ohne Frischwasserzugang. Durch steigende Bevölkerungszahlen und ungleiche Ressourcenverteilung werden sich Wasserknappheit und Wassernot verschärfen. Schon heute leiden 20 Prozent der Weltbevölkerung in dreißig Ländern unter Wassermangel, im Jahr 2015 werden es 30 Prozent in fünfzig Ländern sein. Der fortschreitende Klimawandel tut sein Übriges. In manchen Regionen der Erde zeichnet sich eine Bewahrheitung der  Prophezeiung ab, die bereits in den 90er Jahren laut wurde: dass  in Zukunft Kriege nicht mehr um Öl, sondern um Wasser geführt werden würden (Ismail Serageldin, Vizepräsident der Weltbank, 1999).

Süßwasser ist nicht nur lebensnotwendiges Lebensmittel sondern auch eine wichtige Ressource für die Industrie, z. B. als Rohstoff, Reinigungs- oder Kühlmittel. Einer der größten Wasserverbraucher weltweit ist jedoch die Landwirtschaft. Viele wasserintensive Produkte, wie zum Beispiel Reis, Baumwolle, Erdbeeren werden künstlich bewässert. Neben dem enorm hohen Energieaufwand treten hierbei aber große Wasserverluste aufgrund von Verdunstung und Versickerung auf.

Als kurzfristige Lösung werden zunehmend immer größere Wassermengen aus Oberflächen- und Grundwasserreservoirs entnommen. Dies ist jedoch kein nachhaltiger Lösungsansatz. Der Raubbau an den weltweiten Wasservorräten hat verheerende Auswirklungen auf Qualität und Quantität des verbleibenden Wassers sowie auf die davon abhängigen Ökosysteme.

Langfristig sind wir gezwungen, die Nachfrage zu drosseln und die Entnahmemengen auf ein Minimum zu reduzieren sowie die Effizienz der Wassernutzung zu erhöhen.

Daran arbeiten wir.


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