Biogasanlagen haben sich zu einer wichtigen Quelle für die Erzeugung von erneuerbaren Energien entwickelt. Der größte Nachteil von Biogasanlagen liegt in der bisher ungelösten Verwertungsproblematik der Gärreste. Gärreste werden normalerweise als Dünger wieder auf die Felder ausgebracht. Da dies jedoch nur in den Vegetationsmonaten durchgeführt werden darf, müssen die Gärreste im Winter zwischengelagert werden. Zur Zwischenlagerung der flüssigen Gärreste müssen große Lagerbehälter gebaut werden. Ferner müssen für die Ausbringung des Endsubstrates genügend Flächen zur Verfügung stehen. Viele Biogasanlagen könnten viel mehr Leistung bringen und viel größer gebaut werden. Das biologische Material ist zwar vorhanden, jedoch können in sehr vielen Fällen nicht die Flächen zur Wiederausbringung nachgewiesen werden (Überdüngung).
Die Technologie von Epuramat ermöglicht es, Gärreste zu entwässern, zu trocknen und zu Pellets zu verarbeiten, welche problemlos gelagert werden können. In der Vegetationsperiode werden die Pellets mit Hilfe eines landwirtschaftlichen Geräts gemahlen und mit Streuwagen als Dünger auf dem Feld ausgebracht. Die überschüssigen Pellets sowie die, die außerhalb der Vegetationsperiode produziert werden, können aufgrund des hohen Heizwertes sehr gut thermisch verwertet werden. Es können auf diese Weise Strom zur Einspeisung in das öffentliche Netz und Wärme zur Trocknung der Naßpellets und Einspeisung in das Fernwärmenetz erzeugt werden.
Zur Brauchwasserherstellung ist eine Ultrafiltrationsmembranbiologie nachgeschaltet. Dies schont die natürlichen Wasserressourcen und ermöglicht Kosteneinsparungen im Bereich der Frischwasser- und Abwassergebühren. Die Gärreste werden mit einem speziellen, druckgesteuerten Schneckeneindicker von etwa 7% Trockensubstanzgehalt (TS) auf 40% TS eingedickt. Das abgepresste Wasser wird danach im ExSep von den Feststoffen befreit und in der Ultrafiltration zu Brauch- und Anmaischwasser aufbereitet. Die abgetrennten Feststoffe werden wieder zu der Schlammeindickung geleitet.